Die beiden Weiterbildungsinstitute ZAP Wien und EMDR Institut Austria wurden im Frühjahr 2004 von Frau Mag. Eva Münker-Kramer und Frau Dr. Sylvia Wintersperger gegründet. .
Im April 2013 wurden die bis hierher gemeinsam geführten Institute geteilt: Frau Dr. Sylvia Wintersperger leitet ab nun das Zentrum für Angewandte Psychotraumatologie ZAP Wien und kooperiert mit dem EMDR Institut Austria das ab nun von Frau Mag. Münker-Kramer geleitet wird.
Frau Dr. Sylvia Wintersperger ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, Psychoanalytikerin, Gruppenanalytikerin, Traumatherapeutin und EMDR-Supervisorin.
Zielsetzung des Institutes ZAP Wien ist die Integration der Psychotraumatologie in Psychiatrie, Psychotherapie und klinischer Psychologie sowie in die Bereiche Beratung und Pädagogik.
Erlebnisse von körperlicher und anhaltender seelischer Gewalt können die menschlichen Stresssysteme derart überfordern, dass dadurch bleibende Störungen der seelischen Homöostase, anhaltende vegetative Fehlfunktionen und nachhaltig dysfunktional veränderte Sichtweisen auf sich selbst und die Welt resultieren können. Diese Tatsache ist zwar in der Literatur über die Seele seit langem bekannt, in den Wissenschaften von der Seele jedoch lange Zeit vernachlässigt worden.
Wir müssen davon ausgehen, dass der Anteil traumatisierter Menschen in der Klientel von Psychiatrie und Psychotherapie weit höher ist, als noch vor 20 Jahren angenommen wurde.
Seelische Traumatisierung kann eine Fülle von Symptomen und Krankheitszuständen hervorrufen. Das sind nicht nur die quälenden, oft jahrelang wiederkehrenden intrusiven Symptome (flash-backs) der posttraumatischen Belastungsstörung, sondern auch depressive Zustandsbilder, Angstsymptome, dissoziative Symptome oder auch strukturelle Persönlichkeitsentwicklungsstörungen bei anhaltender Gewalt in der Kindheit (Entwicklungstraumastörung).
Die Forschungsergebnisse aus der Psychotraumatologie führten in den letzten Jahrzehnten zu neuen Behandlungsansätzen in der Therapie traumaassoziierter Störungen - mit außergewöhnlich guten Ergebnissen.
Das betrifft die gesamte Bandbreite von (potentiell) Betroffenen: Es beginnt bei der Prävention und dem Screening von Risikofaktoren in Bezug auf seelische Belastungssituationen, führt weiter zur Anwendung stabilisierender Interventionen in der Akutsituation nach Hochstresserfahrungen - um die Entwicklung einer Traumafolgestörung überhaupt zu verhindern - und betrifft schließlich die traumafokussierte Psychotherapie /Behandlung von einfachen und komplexen Traumafolgestörungen. Vor allem bei chronifizierten psychischen Erkrankungen kann eine traumafokussierte Betrachtungsweise mitunter neue, erfolgversprechende Behandlungsansätze aufzeigen.
Das Feld, das die Psychotraumatologie für Theorie und Klinik der „Psychowissenschaften“ eröffnet, ist umfangreich. Dies erfordert und verdient eine ernsthafte Auseinandersetzung. Es rechtfertigt Diskussion, Überprüfung und gegebenenfalls auch Modifikation mancher bisheriger Krankheits- und Behandlungskonzepte aus neuer Perspektive.
ZAP-Wien hat als Ziel, diese traumaspezifischen Ansätze den Helferberufen in Medizin, klinischer Psychologie, Psychotherapie und Pädagogik näher zu bringen und lädt führende AusbildnerInnen und KlinikerInnen für Seminare ein, um die aktuelle Bandbreite der "Angewandten Psychotraumatologie" an klinisch tätige KollegInnen zu vermitteln und Fragestellungen zu diskutieren.
Die Fort- und Weiterbildungen entsprechen den gängigen internationalen Standards der Psychotraumatologie. Die curriculare Weiterbildung In Traumapsychotherapie/ klinisch-psychologische Traumabehandlung entspricht den Weiterbildungs-Standards des Österreichischen Netzwerks für Traumatherapie und kann mit dem Zertifikat „Traumapsychotherapie / klinisch-psychologische Traumabehandlung ZAP-Wien“ abgeschlossen werden.
In Abstimmung mit den Standards der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie –DeGPT“ bietet ZAP-Wien auch eine curriculare Weiterbildung mit der Möglichkeit zur Zertifizierung in „spezieller Psychotraumatherapie DeGPT“ an).
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