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Anerkennungen:
BÖP BMG DFP

Datum:
Fr., 30.04.2021 - Sa., 01.05.2021

Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.00 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 17.00 Uhr
16 Unterrichtseinheiten

ReferentIn(nen):
Dr. Ljiljana Joksimovic

Veranstaltungsort:
Star Inn Hotel, Linke Wienzeile 224, 1150 Wien

Förderungen:
Förderung durch Salzburger Bildungsscheck für Personen mit Hauptwohnsitz oder Arbeitsstätte im Bundesland Salzburg


Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen – das Seminar entspricht den Fortbildungsrichtlinien des BMG
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom – es werden 18 fachspezifische DFP Punkte angerechnet
  • Klinische PsychologInnen – es werden 18 EH vom BÖP angerechnet
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantworlicher Ausübung
  • Helferberufe in der Flüchtlingsarbeit

Inhalt

Der Bedarf an kultur- und diskriminierungssensibler psychotherapeutischer Arbeit wächst.

Obwohl Migration und Flucht schon immer und ständig stattfinden und seit jeher unsere Gesellschaften prägen, werden in migrierte und geflüchtete Menschen und deren Nachfolgegenerationen regelmäßig Stereotype projiziert. Diese entstehen beispielsweise aufgrund von soziokulturellem Hintergrund, einer Sprachbarriere, Religion oder anderer Hautfarbe und implizieren im Vergleich zur Mehrheit oft das Erlebnis der Nichtzugehörigkeit und einer wahrgenommenen Fremdheit.

Die erlebte sprachliche und kulturelle Entwurzelung, verlorene Beziehungen und historisch-biographische Traumata werden so schwer bewältigt und weitergegeben. Die Erfahrungen von Diskriminierung, Ausschluss und Rassismus werden transgenerationell übertragen. Nicht zuletzt deshalb wächst der Bedarf an Psychotherapie auch in Nachfolgegenerationen. Diese spezifischen Belastungen müssen in psychotherapeutischen Behandlungen im transkulturellen Kontext berücksichtigt werden, auch wenn sie gängigen Krankheitsbildern per se nicht ohne weiteres zuzuordnen sind. In der klinischen Praxis und in wissenschaftlichen Untersuchungen werden auf Seiten von Therapeuten im Umgang mit diesen Themen Unsicherheiten beobachtet, welche sich negativ auf die therapeutische Beziehung und den Behandlungserfolg auswirken.

Im Seminar werden hilfreiche und praxisorientierte Anwendungsmöglichkeiten des mentalisierungsbasierten Behandlungsansatzes im transkulturellen Kontext dargestellt. Dieser Ansatz fokussiert die emotionalen Zustände desSelbst und des Anderen und gegenseitiges Verständnis dafür. Es wird dargestellt, wie durch eine verbesserte Mentalisierungsfähigkeit von Therapeuten und Patienten Schwierigkeiten und Missverständnisse aufgelöst werden können. Ebenso wird thematisiert  wann kulturelle Unterschiede, Sprachprobleme und soziokulturell bedingte Interpretationen und Bewertungen von Krankheitssymptomen eine Modifikation diagnostischer und traumatherapeutischer Verfahren notwendig machen. Es werden allgemeine und spezifische mentalisierungsfördernde Interventionen an konkreten diagnostischen und therapeutischen Fallbeispielen bei akuter und komplexer Traumatisierung und bei Komorbiditäten in Form dissoziativer, somatoformer und auch psychotischer Symptombilder aufgezeigt. An zahlreichen Auszügen aus Therapiestunden, Videoaufzeichnungen, etc. wird mentalisierungsbasierte therapeutische Arbeit, die zeitgleich Integrationsarbeit sein kann, konkretisiert und geübt. Hierbei werden Hilfen für den Umgang mit verschiedenen Situationen gegeben, wie z.B.:

– unterschiedliche gegenseitige Erwartungen

– voreilige gegenseitige stereotype Interpretationen

– intensive Stressreaktionen

– aggressive bzw. aggressiv wirkende Verhaltensweisen

Dabei soll es genug Raum geben für Fragen der Seminarteilnehmer.
Methodisch kommen Theorievermittlung, Fallbeispiele, Videomaterial und Übungen zum Einsatz.

Verbindliche Anmeldung

€396,00


Stornobedingungen

Bei Stornierung ab Vertragsabschluss bis 6 Kalenderwochen vor Veranstaltungsbeginn fallen keine Gebühren an. Bei Stornierung zwischen 6 und 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden € 40,- Bearbeitungsgebühr in Rechnung gestellt. Ab 20 Tage vor dem Seminar fallen die vollen Seminarkosten an. Stornierungen müssen schriftlich (per Brief, Fax, E-Mail) erfolgen und von ZAP-Wien als erhalten bestätigt sein. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit der Rücktritts- bzw. Stornoerklärung ist der Zeitpunkt des Einlangens bei ZAP-Wien. Die verbindliche Anmeldung einer Ersatzperson (nur nach Rücksprache mit und Zustimmung von ZAP-Wien und nur Ersatzpersonen, die die jeweiligen Teilnahmevoraussetzungen erfüllen), die statt eines/r gemeldeten Teilnehmers/in teilnimmt, ist möglich. In diesem Fall wird für den/die ausgefallene/n TeilnehmerIn lediglich die Bearbeitungsgebühr von € 40,- in Rechnung gestellt. Die unvorhergesehene zeitlich reduzierte Teilnahme hat keinen Einfluss auf die Teilnahmegebühr (keine Reduktion).