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Anerkennungen:
BÖP BMG

Datum:
Fr., 25.03.2022 - Sa., 26.03.2022

Zeiten:
wird noch bekannt gegeben

ReferentIn(nen):
PD Dr. Katharina Klees

Veranstaltungsort:
Online-Seminar, ,


Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen
  • PaartherapeutInnen
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom
  • Klinische PsychologInnen
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantwortlicher Ausübung
  • BeraterInnen: PädagogInnen, Dipl. SozialarbeiterInnen oder SozialarbeiterInnen mit Fachhochschulabschluss und SozialpädagogInnen, BeratungslehrerInnen, TheologInnen, SoziologInnen oder analoge Abschlüsse (BA, MA)

Inhalt

Diese Online-Weiterbildung richtet sich direkt an Berufsgruppen, die in beratenden oder sozialen Kontexten tätig und mit den Hintergründen und Beziehungsproblemen traumatisierter Menschen konfrontiert sind. Die Wunden des Traumas wirken sich auf die Beziehungsgestaltung aus in Form von Streit, emotionalen Konflikten, Impulsdurchbrüchen oder emotionaler Stumpfheit und wachstumshemmendem Harmoniebestreben. Das Ziel dieser Weiterbildung besteht darin, die Grundlagen der Traumatisierung zu kennen, die Begleitung traumatisierter Menschen mit Beziehungsproblemen zu optimieren und hilfreiche Werkzeuge zu vermitteln.

 

Seminar 1: Die Tabu-Allianz des Krisen-Paares

vom 1.-2. Oktober 2021

Streit- und Harmonie-Paare haben eines gemeinsam: Die Probleme werden entweder nicht angesprochen oder die Klärung wichtiger Themen wird durch emotional heftige Wortgefechte verhindert. In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden die Wirkmechanismen von Streit oder Friedhofsfrieden kennen. Mit Hilfe der Methoden des Streit-Skripts und der Krisen-Skizze beendet das Paar jede destruktive Auseinandersetzung oder Klärungsverhinderung. Was im Gehirn passiert, wenn zwei Menschen eine Liebesbeziehung eingehen, ist ebenfalls hilfreich, um den Krisenausstieg anzugehen. Oftmals sind die Wunden, die die eigenen Eltern in sich trugen und an ihre Kinder weitergaben, Ursache für die Konflikte in der aktuellen Partnerschaft. Diese schauen wir uns ebenso an, wie die Empfehlungen von Beziehungsratgebern, die viele hilflose Paare eher verunsichern. Ein Test zur emotionalen Beziehungs-Dynamik und eine erste Einführung zum eigenen Bindungs-Schema weist den Weg zu tieferem Verständnis traumazentrierter Überlebensmuster.

Teilnahmevoraussetzung: Vorkenntnisse zur Psychotraumatologie

 

Seminar 2: Umgang mit schwierigen Emotionen 

vom 12.-13. November 2021

Auch wenn stets die richtige Kommunikationstechnik als Rezept zur Lösung von Beziehungskonflikten angepriesen wird, erfahrungsgemäß sind die kaum ertragbaren Gefühle der Grund, warum Gespräche misslingen. Deswegen üben die Teilnehmenden in diesem Modul den heilsamen Umgang mit schwierigen Emotionen. Jede Emotion hat eine Motivation. Ist dieses innere Wollen erkannt und erhält die Emotion, was sie braucht, kehrt Ruhe ein. Die Methode des Emotions-Skript erschließt einen wesentlichen Zugang zu den inneren Beziehungs-Mustern und zum Bindungs-Schema. Die Trigger- Übung und das Partnerschafts-EMDR helfen dem Krisen-Paar, die überwältigenden Impulse zu beruhigen. Die Teilnehmenden erhalten zudem eine Einführung in die Gesetzmäßigkeiten der Drama- Bühne und verlassen den Ort der Tragödien mit Hilfe der Resonanz-Skala. Am Ende dieses Moduls ist jedes Paar in der Lage, die eigene Krisen-Dynamik zu entschlüsseln.

Teilnahmevoraussetzung: Seminar 1 dieser Fortbildungsreihe

 

Seminar 3: Konflikte lösen ohne Debatten

vom 14. – 15. Jänner 2022

In der Regel steigt der Wunsch nach Wachstum, Heilung und Entwicklung des Paares nach den ersten beiden Modulen an. Der authentische Frieden und die größere Nähe zueinander ebnet den Boden für die Bereitschaft, konstruktiv, liebevoll, achtsam und wahrhaftig miteinander umzugehen. Die Selbstoffenbarung kann nun gewagt werden und wird mit den Methoden der Liebesbrieftechnik und den vier Punkten der Feuerprobe angegangen. Die Resonanz-Skala, die Vorbereitung zum wertschätzenden Austausch und das strukturierte Beziehungs-Gespräch zeigen dem Paar, dass die Lösung von wichtigen Themen, ohne wieder in unfruchtbare Debatten abzugleiten, möglich wird. Die Regeln des Traum(a)Hauses werden durchgegangen, um die Liebesraum-Etage zu erklimmen. Die Skizzierung und Analyse der typischen sexuellen Szenerie befreit das Paar. Im Anschluss an dieses Modul hat jedes Paar die Gesetzmäßigkeiten der eigenen Beziehung erkannt und ist nun in der Lage, eine völlig neue Partnerschaft aufzubauen.

Teilnahmevoraussetzung: Seminar 1+2 dieser Fortbildungsreihe

 

Seminar 4: Das traumazentrierte Bindungs-Schema

vom 25.-26. März 2022

Eine qualitativ hochwertige und fundierte Paartherapie braucht ein stimmiges Konzept, eine fundierte Beziehungstheorie und Evaluationsmethoden zur Überprüfung der Wirksamkeit der Begleitung von Krisenpaaren. Die Teilnehmenden erschließen sich in dieser Einheit das traumazentrierte Bindungsschema mit den 4 inneren Anteilen (Ich-Ideal, Schatten, Täter- und Opferanteil). Die Zusammenhänge zwischen der Beziehungs-Dynamik aus den Herkunftsfamilien, der Theorie der emotionalen Grundkonflikte und dem Konzept der Drama-Bühne (Epi-Zentrum des Trauma-Hauses) werden erläutert. Anhand von konkreten Fällen lernen die Teilnehmenden, welchen Einfluss die Herkunftsfamilie im Spannungsfeld von Krieg, Nachkriegszeit und schwarzer Pädagogigk auf die Beziehungsfähingkeit eines Paares nimmt. Es werden Definitionen von Beziehungs-Störungen reflektiert und Tests zu deren Erfassung vorgestellt.

Teilnahmevoraussetzung: Seminar 1,2+3 dieser Fortbildungsreihe

 

Literaturempfehlung: “Traumasensible Paartherapie” von Frau PD Dr. Katharina Klees: https://www.aufwindinstitut.com/leistungen/buch-zur-traumsensiblen-paartherapie/

 

 

Verbindliche Anmeldung

€372,00


Stornobedingungen

Bei Stornierung ab Vertragsabschluss bis 6 Kalenderwochen vor Veranstaltungsbeginn fallen keine Gebühren an. Bei Stornierung zwischen 6 und 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden € 40,- Bearbeitungsgebühr in Rechnung gestellt. Ab 20 Tage vor dem Seminar fallen die vollen Seminarkosten an. Stornierungen müssen schriftlich (per Brief, Fax, E-Mail) erfolgen und von ZAP-Wien als erhalten bestätigt sein. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit der Rücktritts- bzw. Stornoerklärung ist der Zeitpunkt des Einlangens bei ZAP-Wien. Die verbindliche Anmeldung einer Ersatzperson (nur nach Rücksprache mit und Zustimmung von ZAP-Wien und nur Ersatzpersonen, die die jeweiligen Teilnahmevoraussetzungen erfüllen), die statt eines/r gemeldeten Teilnehmers/in teilnimmt, ist möglich. In diesem Fall wird für den/die ausgefallene/n TeilnehmerIn lediglich die Bearbeitungsgebühr von € 40,- in Rechnung gestellt. Die unvorhergesehene zeitlich reduzierte Teilnahme hat keinen Einfluss auf die Teilnahmegebühr (keine Reduktion).